Ein Audio-PC bzw. eine Digital Audio Workstation, ist ein PC mit der Musik aufgenommen und bearbeitet wird. Meist wird ein Audio-PC in Kombination mit einem Interface oder Mischpult verwendet. Der Rechner dient alleine zum steuern der Software, der Aufnahme auf Harddisk oder SSD sowie der Anwendung der Plugins. Geeignete Sequenzer sind Cubase, Samplitude, Sonar, Presonus Studio, Ableton Live oder Pro-Tools. Auf PCs wird meist das Betriebssystem Windows genutzt, Linux kommt nur selten zum Einsatz. Doch auch hier gibt es Lösungen wie z.B. das kostenlose Ubuntu Studio. Wer professionell arbeiten möchte, sollte jedoch auf Windows 7 – 64bit oder Windows 8 – 64bit zurückgreifen. Soll der PC mehr als 16 GB Arbeitsspeicher adressieren, muss zwingend auf die pro Variante von Windows zurückgegriffen werden, denn die Standardversion (Home Premium) kann maximal 16 GB adressieren.

Mainboard
Das Herzstück jedes Audio-PCs ist ein stabiles Mainboard. Wird hier die falsche Wahl getroffen, kann es zu einem langsamen, oder instabilen System kommen. Des Weiteren soll ein Audio-PC oft 5 bis 10 Jahre im Studio-Einsatz sein, das Mainboard sollte daher eine lange Lebensdauer garantieren. Hersteller von Audio-PCs verfügen in der Regel über die Erfahrung welches Board geeignet ist.

Arbeitsspeicher / RAM
Hochwertig und langlebig muss auch der Arbeitsspeicher sein, den ein Arbeitsspeicher kann schnell ausfallen oder kaputt gehen. Wird hier gespart – ist ein Defekt vorprogrammiert. Dies kann auch erst nach einigen Jahren passieren und ist auch bei hochwertigen Raum-Speichern nicht auszuschließen. Dennoch ist die Gefahr eines Ausfalls bei hochwertigen Speichern deutlich geringer. Keine Panik, sollte es zu einem Ausfall kommen, ist ein Ram-Modul auch schnell getauscht. Trotzdem, billige Speichermodule haben in einem Audio-PC nichts verloren. Achten Sie daher auf lange Garantielaufzeit beim Kauf eines PCs und beachten Sie das viele Computerhändler oft nur zwei Jahre Garantie geben.

Wie viel RAM benötige ich?
– 4 GB sind ausreichend um reines Harddiskrecording mit Standard-Effekten und einigen Standard-VSt-Plug-ins zu betreiben.
– 8 GB sind ausreichend für den Einstieg in die höher Ebene mit größeren anspruchsvolleren VST-Plug-ins.
– 16 GB sind die derzeit optimale Menge um professionell und mit anspruchsvollen VST-Plug-in zu arbeiten. Zudem sind Sie mit 16 GB sehr gut für die nächsten Jahre gerüstet.
– 32 können derzeit kaum ausgeschöpft werden und sind daher nur für Profis im High End Bereich zu empfehlen.

CPU / Prozessor
Die CPU ist das Gehirn jedes PCs, es ist daher wichtig, dass diese zuverlässig arbeitet. Hier gilt, es muss nicht immer die größte CPU sein. Ordentliche Probeaufnahmen, Vorproduktionen oder auch kleinere Studio-Produktionen sind schon mit einem Intel i3 möglich. Natürlich nur, wenn man hier nicht mit massenhaft Spuren und den größten VST-Plugins arbeitet. Richtig interessant wird es ab einem Intel-i5, noch besser der Intel-i7. Es kommt hier viel auf den Umfang der Projekte an, die realisiert werden sollen. Der Einsatz von „k“ Prozessoren (wie dem i7-4770k), kann übrigens ein großer Nachteil sein, denn einige Software-Sequenzer funktionieren mit diesen CPUs etwas instabil, es kann zu Abstürzen und Problemen kommen. Natürlich muss dich nicht der Fall sein, ein sauber übertakte System arbeitet oft genauso gut. Es bleibt aber immer ein Risiko, notwendig ist der Übertakt in der Praxis jedenfalls nicht. Besser ist es zu den Standard-CPUs ohne k zu greifen, gute Kandidaten sind hier derzeit der Intel i7-4770 und der Intel i5-4670.

Firewire und weitere externe Hardware
Um externe Hardware wie ein Firewire-Interface oder einen Firewire-Mischpult anzuschließen, benötigt der PC eine hochwertige Firewirekarte. Dies ist nicht der Fall, wenn Sie ein USB 2.0 oder 3.0 Interface verwenden. Bei der Wahl der richtigen Firewire-Karte ist einiges zu beachten, um mit Windows7 (oder auch 8) und einem modernen 64bit Sequenzer zu arbeiten, muss die Firewire zwingen volles 64bit unterstützen. Hier müssen Sie sehr vorsichtig sein, denn viele Firewirekarten bieten keine echtes 64bit, die Hersteller geben die Karten aber oft als voll 64bit tauglich aus. Für Top-Qualität setzen Profis auf Firewire-Chipsätze von Texas Instruments. Chipsätze von anderen Herstellern (z.B. Via) machen oft Probleme und sind nicht sehr praxistauglich. Einige Interfaces sind auch schon für USB 2.0 und USB 3.0 erhältlich. Es ist daher von Vorteil, wenn der PC auch diese Anschlüsse bietet.

Interne Soundkarte / Soundchip
Eine interne Soundkarte wird in der Praxis meist nicht benötigt, da in den meisten Fällen über ein externes Audio-Interface gearbeitet wird. Profis schalten die Onboard Soundchips daher meist ab.

Festplatte und SSD
Für Aufnahmen in Echtzeit, muss der PC über eine schnelle Festplatte mit 7200rpm und mindestens 16 MB Cache verfügen. Noch besser ist es, eine moderne SSD (Solid State Drive) zu verwenden. Eine der beliebtesten Varianten ist ein Mischsystem aus SSD und HDD (Festplatte). Hier wird eine SSD mit 120 GB bis 250 GB für das Betriebssystem verwendet und für Daten, Projekte und große Libarys eine klassische HDD mit 1000 bis 2000 GB. Bei Bedarf, können natürlich auch noch größere SSDs oder Festplatten eingesetzt werden.

Grafikkarte
Bei reinen Audio-PCs kann auf eine Grafikkarte verzichtet werden, gute Mainboards verfügen über verschiedene Anschlussmöglichkeiten. Ideal ist es, wenn HDMI, DVI und VGA zur Verfügung stehen. Soll der PC auch in anderen Bereichen wie z.B. für den Videoschnitt eingesetzt werden, sollte der PC um eine hochwertige Workstation-Grafikkarte ergänzt werden. Ideal sind hier Nvidia Quadro Grafikkarten mit Kepler Architektur. Wichtig ist auf jeden Fall sich kein lautes Monster einzubauen. Eine Highend Gaming-Grafikkarte ist in einem Audio-PC meist keine gute Wahl. Damit sind wir bei einem der wichtigsten Punkte, der Silent-Austattung.

Silent Ausstattung
Ein Audio-PC sollte sehr leise sein. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der PC im selben Raum steht in dem auch aufgenommen wird. Durch die Lärmoptimierung, werden störende Geräusche während dem Mischen und Masterns zu vermieden. Eine konsequente Silent Ausstattung ist daher wichtig. Der PC sollte über eine professionelle Gehäuse-Dämmung und weitgehend passive Hardware verfügen. Noch besser ist es, zusätzlich einen professionellen Silent-CPU-Kühler in den PC einbauen zu lassen. Durch einen solchen Kühler (wie z.B. der Dark Rock Pro von BeQuiet!), bleibt ein PC auch unter Hochlast leise und dreht nicht auf selbst wenn das System stark belastet wird. Auch beim Netzteil sollte es ein gutes und bewährtes Silent-Netzteil sein, dass zudem keine störenden Frequenzen sendet, die dann auf den Abhörmonitoren hörbar werden.

Alles in allem ist die korrekte Zusammenstellung eines Audio-PCs ein größeres Projekt. Unsere Diawo Ultimate Workstations erfüllen alle diese Kriterien perfekt. Hier finden Sie perfekt konfigurierte Audio-PCs zu fairen Preisen.

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